Vorrangiges Anliegen unserer Initiative ist es, die Umsetzung der Windkraft in Halver und Schalksmühle in verträglichem Rahmen mit vergrößerten Abständen zu Wohnbebauung und im Einklang mit Mensch, Tier und Natur zu erwirken. Unser schönes Landschaftsbild soll als Kulturgut erhalten bleiben.

Bei unseren Recherchen ist uns klar geworden, dass so wichtige Kriterien wie z.B. der Abstand zu Wohnbebauung nicht wie in anderen Bundesländern gesetzlich geregelt sind, sondern es lediglich Empfehlungen, Leitfäden und Erlässe gibt. Mensch, Natur und Artenschutz treten bei dem von der rot-grünen Landesregierung geforderten massiven Ausbau der erneuerbaren Energien immer mehr in den Hintergrund. Das bringt ungeahnte Risiken mit sich. Darüber möchten wir unsere Mitbürger aufklären.

Potenzielle Investoren stehen bereits Schlange, um nicht rentable Windräder mit Höhen von derzeit
241m zu bauen, die sich nur über Subventionen rechnen. Einige wenige Flächenverpächter kassieren so viel Geld, dass es wider die guten Sitten verstößt. Die Zeche zahlen alle Bürger in Form von hohen Strompreisen, kontinuierlich steigender EEG-Zulage und Steuern.

SPD, UWG und Grüne in Halver und die UWG, SPD, CDU, FDP in Schalksmühle (Vorrangzone wurde am 10.07.2017 aufgehoben) scheinen sich gezwungen zu sehen, weitere Vorrangflächen auszuweisen, um dadurch dem Ausbau der Windenergie „substanziellen“ Raum zu verschaffen. Wir als Bürgerinitiative können das so nicht unterstreichen. Schon allein um die Begrifflichkeit „substanziell“ gibt es endlose Diskussionen, da es hierfür keine tragfähige Definition gibt.

Halver birgt laut Gutachten aus 2013 keinen Raum für Konzentrationszonen. Wir haben eine Sonderform der Zersiedlung und sind deshalb kein gut geeigneter Standort für Windräder. Hinzu kommen vielerorts schwierige topographische Bedingungen. Dann muss aber auch die Politik erkennen, dass der Bau von WKA nur begrenzt möglich sein darf. Es darf nicht nach dem Motto verfahren werden: Was nicht passt wird passend gemacht.

Wir plädieren deshalb für die Ausweisung von möglichst wenigen Vorrangzonen. Es sollten nur solche Flächen zugelassen werden, die ausreichenden Abstand zu Wohnbebauung aufweisen. Weiterhin sollte der Eingriff in die Natur auf ein Minimum beschränkt werden. Der Wald muss ein absolutes Tabu bleiben. Ebenso muss dem Artenschutz unbedingt Rechnung getragen werden. Nur unter Berücksichtigung dieser Punkte wird die Windenergie auf Akzeptanz bei den Bürgern treffen.

Wir werden aus politischen, nicht aus Vernunftgründen um die Windenergie vielleicht nicht herumkommen, aber dann bitte im standortverträglichen Maß.

Reaktionen anderer Bürgerinitiativen sowie Feedback von Halveranern und Bürgern aus benachbarten Gemeinden zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Der Ausbau der Windenergie ist längst nicht mehr unumstritten, wie uns viele Kommentare und Beiträge in den Medien zeigen.
Wir müssen uns im Klaren darüber sein, dass es hier um eine Entscheidung mindestens für die nächsten 20 Jahre geht, denn so lange laufen die Verträge. Für diese lange Zeit gibt es aber dann auch wenig Raum für die Weiterentwicklung neuer Technologien. Das ist mehr als sträflich! Ideologie hilft nicht bei der Suche nach vernünftigen Lösungen.
Wir sind keine Gegner der Energiewende, nur sinnvoll muss sie sein und darf nicht das zerstören, was geschützt werden soll.

Wir werden diese Homepage kontinuierlich mit weiteren Informationen ergänzen.